Breakdance
Begriff
Die ursprüngliche Bezeichnung der Disziplin, die heute oft unter dem Namen Breakdance verstanden wird, ist B-Boying. Der Begriff Breakdance deckt solche Tanzstile wie Locking, Popping, Electric Boogie mit ihren Subarten und schließlich B-Boying ab. (Mehr Informationen zu den einzelnen Tanzstilen: http://www.hip-hop.de/sports/tanzen/artikel/article/der-etwas-andere-breakdance-popping-locking-und-mehr.html auf Deutsch, sowie http://www.hiphoparea.com/breakdance/dummys-guide-to-popping-locking-and-bboying.html auf Englisch.)
Der Begriff Breakdance wurde in den 1980-er Jahren ohne Zustimmung der Künstler selbst durch die Medien verbreitet. Darum werden die Bezeichnungen B-Boying und Breaking vor allem in den amerikanischen Profi-Kreisen dem Terminus Breakdance vorgezogen. Der Tänzer wird B-Boy bzw. B-Girl oder Breaker genannt.
Das Element break in Breakdance oder seine Abkürzung b in B-Boy geht auf das englische Wort break 'Pause' – zurück. Dies ist mit der Entstehungsgeschichte des Tanzes verbunden.
Anfänge
Breakdance gehört neben den Musikkünsten DJ-ing, Rapping und Beatboxing, Graffiti und zum Teil Skateboarding zur Hip-Hop Kultur.
B-Boying kommt von den Straßen New-Yorks der 1960-'70-er Jahren, zuerst als Teil der afro-amerikanischen, und später der Latino Jugendkultur. Die feindlichen Straßen-Gangs der NYC trafen sich in den Straßen Manhattans und South Bronx, um die eigene Macht zu behaupten. Die damals herrschende Hip-Hop-Bewegung bot den Gangs andere Methoden als Gewalt für die Durchsetzung ihrer Power. Eine Alternative war Musik und zwar DJ-ing. Damit zwischen zwei Musikstücken keine stille Pause entsteht, wurde dazwischen durch DJ-Tricks mit Platten eine instrumentale Komposition integriert. Die dadurch entstandene Melodie fand sich passend, einen kurzen Tanz zu performieren. Die Tänzer ihrerseits bekamen den Namen 'Pausen-Jungs' – Break-Boys, abgekürzt B-Boys.
B-Boying wurde somit zu einer gewaltlosen Waffe. Die Gangs veranstalteten sogenannte Battles 'Kämpfe', in denen in Wirklichkeit gebreaked wurde. Als Anlaß dazu konnte alles sein: zeigen, welcher Gang "besser" ist, den Respekt eines Gangs gewinnen, oder einfach weil einer auf jemandes Fuß getreten war (vgl. http://www.globaldarkness.com/articles/history%20of%20breaking.htm). Zur damaligen Zeit war die Tradition der Battles schon fest. Leider war das Tanzen nicht immer die Lösung der Probleme und es kam trotzdem zur Schlägerei; manchmal war eben Breaking die Ursache dazu, den Sieger zu verprügeln.
Zusammensetzung des Bewegungsinhalts
Der ursprüngliche Breaking-Stil, auch The Good Foot genannt, unterscheidet sich von dem heutigen. Das meiste geschah auf dem Boden, indem der Tänzer sich fallen ließ, mit Einsatz der Hände komplizierte Bewegungen mit den Beinen ausübte und entsprechend der Musik wieder aufstand.
Die nächste Era des Breakdance brachten puertorikanische B-Boys: sie entdeckten neue
Bewegungen, die mehr Akrobatik voraussetzten (siehe https://www.msu.edu/~okumurak/styles/breaking.html). Anfang der 1980-er Jahre setzte das Breaking-Team Rock Steady Crew diese Tendenz fort, so wurden Headspins, Backspins und Handglides eingeführt.
Auch die Martial Arts beeinflussten die Entwicklung des Breakdance, beispielsweise kommt die Bewegung Windmill vom Kung Fu.
Breakdance heute
Breaking besteht aus folgenden Elementen: Top-/Up-Rock, Footwork/Down-Rock, Spinning Moves/Power Moves, und Freezes/Suicides.
Die Breakers können je nach ihrem eigenen Stil entweder die Komplexität und Einzigartigkeit der Power Moves oder ihren individuellen Style bei Footwork und Freezes in Vordergrund setzen.
Ein unentbehrlicher Teil der Breakdance-Kultur sind Battles, die sowohl zwischen einzelnen Künstlern, als auch zwischen den ganzen Teams (Crews) stattfinden können.
Breakdance in FAM
Die Disziplin Breakdance entspricht dem Konzept der freien Bewegungskünste, das von FAM vertreten ist. Breaking setzt neben der ausgezeichneten athletischen Kondition auch Originalität des Künstlers voraus. Eine Eigenschaft, die Breakdance von anderen Bewegungskünsten des FAM unterschiedet ist das Gefühl für Musik.




