Parkour an der Münchner Schule zur Erziehungshilfe

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Sinn des Projekts: 
Workshops&Fortbildungen
Projekt von Breakerandi | München

Am Freitag gestaltete Andreas Müller von FAM den  3-stündigen Sportunterricht an der Münchner Schule zur Erziehungshilfe an der Dachauer Straße.

Die Schule zur Erziehungshilfe versteht sich als Förderort für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, meist handelt es sich um aggresive oder auch depressive Kinder, die aus Problem-Familien kommen.

Wir sehen insbesondere im Parkour die Chance den Kindern wieder einen wertvollen Lebensinhalt zu geben und in der Gruppe lernen, gemeinsam Hindernisse -nicht nur im Sport- zu überwinden.

Besonders erfreulich war, dass sich auch die sportlich weniger begabten eingebracht haben und Erfolge erzielen konnten. Andi konnte immer wieder beobachten, dass sich die Klassenkameraden gegenseitig animiert hatten und die Begabten den Parkour Neulingen Tipps gaben.

Vermittelt wurden in drei Sport-Schulstunden (a 45 Minuten) die Parkour Grundlagen: Balanzieren, Präzisionssprung, Katzensprung, Speed- und Lazy Vault sowie Techniken zum Abfangen nach Sprüngen. Hier konnten auch die zwei dazulernen, die den Sport bereits in ihrer Freizeit ausüben. Besonders wichtig für uns ist es, Parkour so zu vermitteln, dass keine kurz- oder langfristigen Schäden am Körper entstehen. Insbesondere gehören hie die richtigen Abfang- und Landetechniken wie zum Beispiel die "Rolle" ins Programm, wenn man auf Beton draussen springen will.

Des Weiteren wurde am Stufenbarren auch ein kleiner Einblick in die verwandte Bewegungskunst Freerunning gegeben, wo es darum ging kreativ neue Bewegungen zu finden. Entscheidend war hierbei, dass die Schüler selber aktiv wurden, Parkour Trainer Andi gab nur ein paar Ideen vor.

Zum Abschluss versammelte sich die Gruppe zum gemeinsamen Krafttraining. Innerhalb 10 Minuten wurden die Schüler nochmal an ihre Grenzen gebracht, denn eine Kräftigung der Bein- und Oberkörpermuskulatur, insbesondere aber auch der Bauch- und Rückenmuskulatur ist unabdingbar, wenn man im Parkour weiterkommen möchte!

Nach drei Stunden war noch nicht Schluss: auf bitten einiger Schüler blieb Andi noch 30 Minuten länger und trainierte noch einige fortgeschrittene Tricks wie Wallspin und Wallfip.

Free Arts of Movement e.V. bedankt sich beim Klassenleiter Herr Lamprecht für die Gelegenheit und das positive Feedback!

Kalendereintrag: 
19. März 2010 - 8:15 - 10:30
FAM Vereine:
Bild von maxor

Jawoll, das ist mal ein super Projekt. Genau diesen Bereich möchte und werde ich in meiner zukünftigen beruflichen Laufbahn (Jugendsozialarbeit) miteinbeziehen (bei Möglichkeit auch Privat ;) ). Die Intention dieses Projektes halte ich für sehr sinnvoll im Hinblick auf den pädagogischen Charakter. Das ist es was die Jugendlichen (besonders die Verhaltensauffälligen) benötigen, um etwas zu "Bewegen". Ich werde Jugendsozialarbeit unter Einbeziehung von Bewegung absolut fördern und aktiv unterstützen, besonders in Kombination mit Parkour.

Klasse Aktion Andi, 5 Sterne von mir!

P.S. Ich poste demnächst noch meine pädagogische Ausarbeitung über einen Bewegungs- und Wahrnehmungsparkour im Kindergarten.

P.P.S. Ich hoffe es folgen weitere Projekte dieser Art!

 

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